Sarine Turhede · Feng Shui · Beratung

Das Erwachen ist in vollem Gange

Das Erwachen ist in vollem Gange

Wir scheinen zu warten.

Die Welt scheint still zu stehen, den Atem anzuhalten.

Wann geht es weiter?

Und wie geht es „danach“ weiter?

Wie Wahrheit ist: weiter ist jetzt. Danach ist jetzt.

Die Blütenblätter sind bereits dabei sich zu öffnen. Wer jetzt nicht hinschaut, verpasst die Blüte des eigenen Herzens. Keine Angst. Du willst die Blüte sehen. Du willst sie nicht verpassen. Du hast Dich bereits für das Erblühen, für Deine Öffnung hin zum Leben entschieden.

Deine Gedanken mögen ängstlich, nervös und ungeduldig sein. Vielleicht fürchtest Du um Deine Gesundheit oder um das Wohlergehen derer, die Dir nahe stehen. Vielleicht denkst Du, die Welt sei völlig verrückt und es kann doch so nicht weiter gehen. Du hast Recht. Es ist höchste Zeit, dass wir das spüren.

Arbeitest Du von Zuhause und bist gestresst, weil Deine Kinder und Dein*e Partner*in auch Zuhause sind? Wie soll das gehen – Deine Arbeit gut machen und Deinen Kindern die Aufmerksamkeit geben, die sie fordern und brauchen und auch Deiner Beziehung zu Deiner*m Partner*in? Nervt es Dich, dass Deine Familie Dich daran hindert, gute Arbeit „abzuliefern“ – oder stört es Dich, dass Deine Arbeit Dich daran hindert, den Menschen, die Dir wichtig sind, die Aufmerksamkeit, Nähe, Liebe zu geben, die Du ihnen gerne geben würdest?

Wie viel Sehnsucht hattest Du nach Nähe, bevor Dein Kontakt zu anderen eingeschränkt wurde?

Wie viel von dem, was jetzt wegfällt, fehlt Dir wirklich?

Was vermisst Du, was Dir vorher nicht wichtig war?

Wo sind für Dich überraschend Freiräume entstanden, weil Möglichkeiten weggefallen sind, denen Du zwar sehr viel Bedeutung, Zeit, Aufmerksamkeit gegeben hast – die sich aber jetzt als gar nicht so wichtig herausstellen?

Das unbeschriebene Blatt Papier, nach dem wir uns so oft sehnen – es liegt jetzt vor uns.

Der leere Raum, in dem wir nicht abgelenkt werden, von dem was wirklich wichtig ist – wir stehen jetzt mitten drin.

So haben wir uns das nicht vorgestellt – oder etwa doch?

Wie kann denn Einschränkung Freiheit sein?

Wo bitte ist die Entfaltung, wenn so vieles nicht geht?

Es ist als hätten wir vor einem Aufgabenblatt gesessen und plötzlich kommt von irgendwoher das Lösungsblatt mit den Antworten.

Auch wenn es scheinbar viele Möglichkeiten und viele (Irr-)Wege gibt – in Wahrheit ist Dein Weg nur ein Weg.

Egal vor wie viele Entscheidungen Dein Leben Dich gestellt hat.

Egal in wie viele Irrungen und Wirrungen Du dich verstrickt hast.

Deine Seele hat eine Wahrheit.

Du kannst Dich an jeder Weggabelung nur für eine Richtung entscheiden.

Egal wie viele Türen sich in Deinem Leben öffnen – Du kannst immer nur durch eine auf einmal gehen.

An diesem Punkt stehen wir jetzt:

Alle Türen sind zu – außer der, die für Dich richtig ist.

Natürlich gibt es die Möglichkeit zu warten bis „das Ganze“ vorbei ist.

Aber was ist eigentlich dieses Ganze? Meinst Du die Situation, die Dir so besonders vorkommt, weil Du sie so noch nie erlebt hast?

Das Ganze. Die Situation. Egal wie Du es nennst – es ist das Leben. Das Leben geht niemals vorbei. Das Einzige, was passiert wenn Du wartest, ist, dass Du es anderen überlässt das Leben zu gestalten.

Auch wenn es jetzt nicht mehr unendlich viele Möglichkeiten geben mag, die Dich so überwältigen, dass Du Dich für keine entscheidest und draußen vor der Tür stehen bleibst – das Ergebnis ist trotzdem das Gleiche, wenn Du draußen stehen bleibst, jetzt, wo jemand Dir gezeigt hat, welches die richtige Tür für Dich ist.

Es geht jetzt nicht mehr darum herauszufinden, welches die richtige Tür ist.

Es geht jetzt darum durch die Tür zu gehen und den Raum auf der anderen Seite zu gestalten, ihn zu füllen. Mit Deiner Liebe.

Welche Form auch immer sie annehmen will.

Das ist alles schön und gut, sagst Du jetzt vielleicht. Aber was bedeutet das konkret? Wie mache ich das?

Eine Anleitung zum Liebe-Machen

1. Was ist es denn, was Du jetzt wirklich gerne tun würdest? Was lässt Du in diesem Moment bleiben, weil Du denkst, dass es aufgrund der Situation nicht geht? Was verschiebst Du auf das „Danach“? Schreib es auf, egal ob ausführlich oder als Liste.

2. Lass Deiner Kreativität freien Lauf. Überlass es ihr, einen Weg zu finden, wie Du das, was Du vermisst, jetzt haben/machen kannst. Denn es gibt ihn, den Weg, der möglich ist – ohne, dass Du dafür irgendwelche Empfehlungen/Vorschriften/Gesetze brechen musst. Indem Du diesen Weg gehst, bestimmst Du, wie es weiter geht. Du gestaltest das, was Dir in diesem Moment vielleicht wie das „Danach“ vorkommt.

Beispiel: Du hast Sehnsucht nach einem Menschen, der Dir sehr nahe steht, weil Ihr Euch gerade nicht treffen könnt.

Schreib, mal, bastel einen Liebesbrief.

Nimm Dir die Zeit, die Du gerne mit diesem Menschen verbringen würdest und verwende sie dafür, der Person auf diese Weise in Gedanken, Gefühlen und dem Spiel mit Stiften, Pinseln, Schere, Farben und Papier nahe zu sein.

Alles ist erlaubt. Vielleicht kommt Dir kein einziges Wort, dafür aber ein Bild. Vielleicht kommt Dir ein kleines Gedicht. Vielleicht Dir kommen jede Menge Worte, von denen Du selbst gar nichts geahnt hast. Lass Dich von Dir selbst genauso überraschen wie den/die Empfänger*in Deiner Liebespost.

Mal ein Bild.

Mach eine Collage.

Gestalte den Umschlag.

Lass Deine Liebe, Deine Sehnsucht zu diesem Menschen in den Brief fließen.

Das funktioniert übrigens besonders gut, wenn Du Dich gerade nach Liebe sehnst. Wenn Du Deine eigene Liebe fließen lässt und ihr Ausdruck gibst, fühlst Du Dich selbst geliebt.

Du kannst Dir sogar selbst einen Liebesbrief schreiben, malen, basteln.

3. Jetzt stell Dir mal vor, wie es sein wird, wenn Ihr Euch dann das nächste Mal seht. Wie wird es sein, wenn Ihr die Zeit bis dahin mit Liebesbriefe-Schreiben und -Erhalten verbracht habt? Und wie wird es sein, wenn Ihr die Zeit bis dahin mit Warten verbracht habt?

Was auch immer Du gerade vermisst: sei Dir sicher, dass es einen Weg gibt. Das, was im Kern wirklich wichtig ist an dieser Sehnsucht, ist möglich.

Wenn es echt und wichtig ist, wirst Du den Weg finden.

Wenn es sich nicht verwirklichen lässt, dann schau mal genau hin, ob es wirklich wichtig ist oder ob es sich hier um eine Idee handelt, die eigentlich nicht zu Dir gehört.

Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Idee gehört nicht wirklich zu Dir und Du darfst sie jetzt verabschieden.

Oder Du hast den Kern der Idee, um den es eigentlich geht, noch nicht erfasst. Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt zu schauen, was hinter der Idee steckt, worum es wirklich geht.

Wie Du das prüfen kannst: alles, was mehr Liebe in die Welt bringt, geht. Dabei ist nicht wichtig, wie „viel“ oder für wen oder für wie viele. Hauptsache Liebe.

So kannst Du etwas, das nicht funktioniert, zum „Laufen“ bringen: frag Dich, wie es mehr Liebe in die Welt bringen würde – und so wird es gehen.

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